Mit dabei:
Mayrhofer Roland, Lottersberger Stefan

Ziel:
Weißspitze Nordwand 3395 m – Zillertaler Alpen

Höhendifferenz:
1.795 m; davon 1.000 m in Eis/Firnwand mit max. 45°

Dauer:
ca. 11 Stunden für Aufstieg und Abfahrt

In aller Herrgottsfrüh ging es über den Brenner nach Sterzing und dann weiter nach Stein auf 1600 m. Dort ging es mit den Ski weiter Richtung Günther Messner Biwak. Die Tour beginnt rechts vom Hochferner und hat somit den kürzesten Zustieg.

Roli vor der Firn/Eiswand; gut erkennbar die rechte und linke Variante

 

Im unteren Teil der Nordwand ging es zuerst durch felsiges Gelände. Danach folgte traumhafter Trittschnee, an dem wir uns weiter nach oben kämpften. In der Mitte der Wand entschieden wir uns für die rechte Variante der Tour und kamen nach einem steilen Eisfeld am Ende der Tour auf den Rücken der die vordere und hintere Weißspitze verbindet. Mit max. 45° kamen wir schnell voran, mussten dann aber noch über mehrere Fels bzw. Firngrate auf die Vordere Weißspitze queren. Auf dem Rücken erstreckt sich wunderschön die umliegende Berglandschaft mit Hochfeiler und Hochferner um uns herum.

 

 

Roli im Mittelteil der Wand

 

 

Lotti - Kurze Verschnaufpause

 

 

Endlich Sonne - Roli ist am Rücken zwischen der vorderen und hinteren Weisspitze angelangt

 

Am Weißspitz angekommen, fährt man über eine Rinne ca. 40 Grad steil und eng in ein Gletscherbecken zwischen Hochferner und Hochfeiler. In Traumfirn geht es ewig abwärts bis man das Ende des Beckens erreicht. Hier muss man nochmals steil aufsteigen und kann dann über ein Tal zurück zum Ausgangspunkt fahren. Leider war bei uns das Tal schon schneefrei und wir mussten per pedes zum Auto zurück.

 

 

Im Hintergrund erstreckt sich der Hochfeiler in voller Pracht

 

 

Die Abfahrt über die Rinne ist geschafft - im Hintergrund die vordere Weisspitze

 

 

Tolle Ansicht der Weißspitze vom Pfitschtal aus gesehen

 

Die Landschaft kombiniert mit einem abenteuerlichen Aufstieg und einer rassigen Abfahrt machen diese Tour zu einem Highlight! Man sollte aber auf keinen Fall die Länge und die Steilheit der Tour unterschätzen.

Alles in allem ein Wahnsinnserlebnis, das mir sicher ewig in Erinnerung bleiben wird!