Mit dabei: Roland Mayrhofer, Stefan Lottersberger
Höhendifferenz: 624 hm für den SW-Grat
Schwierigkeiten: bis 4- UIAA (teilweise Versicherung mit Eisenstangen), kurze Schnee und Eispassagen, sonst weitgehend frei.
Yes! Der Wetterbericht meldet Altweibersommer für dieses Wochenende. Unsere Chance dieses Jahr doch noch den Großglockner zu besteigen. Gesagt getan, am Freitag Nachmittag geht’s mit dem Auto nach Kals in Osttirol und weiter zum Lucknerhaus wo wir unsere Tour starten. Nach 1 ½ Stunden sind wir auf der Stüdlhütte auf 2800m angekommen, die der Ausgangspunkt für unser hochalpines Unternehmen ist.
Blick auf den Großglockner vom Lucknerhaus
Unser Ziel ist die Besteigung des höchsten Bergs Österreichs über den SW-Grat, der fantastisch ausgesetzte Kletterei bietet. Schwierigkeiten bis 4- UIAA erscheinen auf den ersten Blick nicht ernst, wenn man aber die Eis bzw.Schneepassagen und die Höhe mit einrechnet hat man eine spannende Begehung vor sich.
Stüdlgrat
Traumhafter Ausblick von der Luisenscharte Roli auf dem Weg zum Grat Jetzt ist kurzzeitig warten angesagt und wir beide staunen gerade so was sich alles auf dem Stüdlgrat herumtreibt! Endlich kommen wir an der Verschneidung (3) weiter und erreichen die Kanzel (2-3) wo wir die Chance nutzen und einige Seilschaften überholen. Stau beim Frühstuckplatzl (3) Die Kanzel (2-3) Weiter geht’s über den schattigen Teil des Grates wo mir eine Eispassage (2) einige Bedenken bereitet und der Roli mich kurz weitermotivieren muss. Egal alles halb so wild und weiter geht’s zur Drahtseilverschneidung (3) über einen Grat zur Schlüssellänge (3+/4-) der Tour dem Hängelgrat. Ich wähle den linken Durchstieg an einem abdrängendem Block, wo man vollkommen ausgesetzt über die Crux klettert. Gewaltig! Traumpanorama Lotti in der Schlüssellänge (3+ bis 4-) Anschließend über eine Platte mit Fixseilen (3+) und über eine Rampe (2+) zum Gipfelkreuz auf 3798 m. Nach 3 ½ Stunden stehen wir am höchsten Punkt Österreichs und geniessen bei grandiosen Wetter das herrliche Panorama. Gipfelsieg Zum Glück ist auf dem Kleinglockner nicht viel los und wir können ohne Wartezeit den Abstieg antreten. Der Abstieg ist mit Schwierigkeiten zwischen (1-2) nicht schwierig jedoch ist der kurze Übergang zwischen Klein und Grossglockner verdammt vereist. Abstieg vom Großglockner (1-2) Aufstieg auf den Kleinglockner (mit Seil versichert) Nach dem Glocknerleiterl (40 Grad) das nur wenig Eis aufgrund der hohen Temperaturen aufweist (wir waren kurzärmlig auf dem Weg) sind wir am Gletscherbecken angekommen und marschieren weiter zur Stüdlhütte und zum Ausgangspunkt unserer Tour dem Lucknerhaus! Der Großglockner vom Gletscherbecken - unsere Tour ist gut erkennbar - rechts der Stüdlgrat und links der Abstieg über den Kleinglockner und die Adlersruhe Zum ersten Mal auf dem Großglockner und das noch kombiniert mit Traumkletterei, ein super Tag für den Roli und mich auf dem höchsten Berg Österreichs!
4 Kommentare
Kommentar Feed für diesen Beitrag
September 26th, 2006 um 4:22 pm
Dani
Traumhafte Fotos! lg Dani
Oktober 10th, 2006 um 8:27 pm
Tomy
Spitzen Beiträge ,die Homepage wird immer besser.
Ich hoffe es geht in dieser Tonart weiter .
Gruß an alle der Camppapa
Mai 1st, 2009 um 11:39 pm
Pia Reinfeld
Ich selber, damals noch 17, war leider nur bis zur Adlersruhe aber ich kann Euch sagen ein richtig geiles Gefühl war das.und irgendwann will ich ganz hoch. Freue mich schon sehr
Juni 20th, 2009 um 6:45 pm
Nino
Geblieben ist die Erinnerung an einen wunderschönen Tag. Erinnerungen die sich immer weiter entfernen, entfernen wie Schiffe am Horizont. Sie verschwinden für immer in den Weiten des Ozeans, wiederkommen werden sie nimmermehr. Mit jeden Tag mehr, verblassen die Erinnerungen ein bisschen mehr. Das Seil wurde durchschnitten, die Erinnerungen für immer begraben.
Berg Heil