Wie bereits in den vergangenen 2 Jahren nutzten Stefan Lottersberger und Clemens Steinbauer auch heuer wieder die Gelegenheit, die Klettersaison in den Semesterferien etwas verfrüht einzuläuten.

Diesmal waren die Pyrenäen unser primäres Ziel. Da wir schon viel Positives über die Gegend erfuhren waren wir schon ganz gespannt, was uns dort erwarten würde!

Wegen mangelnder Ausdauer, durch die Winterpause, beschlossen wir uns am ersten Tag in San Llorenc de Montgai einzuklettern, da dort die meisten Touren nicht länger als 25 Meter sind.

Das Gebiet am Ende des schönen Sees besteht aus hohen Konglomeratwänden und zwei Höhlen, in denen athletische Kletterei an hauptsächlich großen Griffen vorherrscht.

 

Cle (rote Hose) eröffnet die neue Saison mit "Daniel el travieso" 7c onsight.

 

 

Lotti genießt die schöne Aussicht.

 

Cle in einer 8a+ (Versuch).

 

Am nächsten Tag gings weiter zum Gebiet "Les Bruixes" von Terradets. Hier findet man eine wunderschön versinterte Wand, gespickt mit positiven Leisten und Löchern.

 

Stefan rockt im Traumfels von "La indomable" 7c+.

 

Das Gebiet im Abendlicht.

 

Am nächsten Morgen machten wir uns auf nach Aragon, ins 2,5 Stunden entfernte Alquezar.

Der Stausee bei Cellers.

 

Dank der schönen Landschaft, der Figuren am Straßenrand und unseres fetten Audi A3 verging die Zeit wie im Flug!

 

Ein Spatziergang durch die wunderschöne Altstadt von Alquezar war natürlich selbstverständlich.

 

Lotti gibt alles in "Los heroes" 7b+ im Sektor "Las Cuevas".

 

… und auch Cle zieht sich die Finger in "Batiste" 7c+ lang.

Die Kletterei hier ist sehr abwechslungsreich - von senkrecht bis zum 50 Meter Dach findet man alles, und die südseitige Ausrichtung machen es zu einem erstklassigen Wintergebiet!

Einziger Schönheitsfleck in den Cuevas ist, dass leider einige Routen gechippt sind…

 

Das Kloster von Alquezar.

 

… und die tolle Aussicht vom Städtchen richtung Südosten mit einem weiteren Sektor des Gebiets.

 

Am nächsten Tag gings weiter ins weltbekannte Rodellar, welches kürzlich auf 8a.nu zum besten Sportklettergebiet Europas gekürt wurde. Das wollten wir uns natürlich anschauen!

Als wir ankamen, zeigte das Thermometer in unserem Mietwagen -2°C an.

Lotti friert sich die Finger in der Wahnsinnsroute "El Delfin" im Sektor "Las Ventanas" ab.

 

Clemens genießt den super Fels des Sektors "El Camino".

 

Da der Wetterbericht für die letzten drei Tage große Neuschneemengen für die Pyrenäen meldete, flüchteten wir kurzerhand ins altbekannte Siurana und Margalef, wo wir noch zwei absolute Spitzentage hatten.

 

Lotti freut sich schon auf einen wärmenden Te´ Menta im Refugio!

 

 

In Siurana versuchten wir uns an dem Klassiker "Anabolica" 8a, jedoch leider ohne Erfolg. Es war einfach zu kalt…

… aber dann kam Toni Arbones um die Ecke und zeigte uns seinen neu eingebohrten Sektor, mit vielen leicht überhängenden und technisch anspruchsvollen Ausdauerrouten.

Großmeister Toni in einem seiner vielen Projekte - Schneemann, the belayer is small point!!!

 

Der neue windgeschützte Sektor befindet sich direkt unterhalb des Südendes von Siurana.

 

Am letzten Klettertag gings dann noch nach Margalef, wo wir mit letzter Kraft unsere Finger in die Steilen Lochtouren stopften. Ein krönender Abschluss!

 

Fazit unseres Kurztrips:

Es war einer unserer genialsten Kletterurlaube überhaupt, mit bestem Fels, keiner einzigen schlechten Route, Bombenwetter, eisiger Kälte und sehr netten Locals!!!

Die Nächte bei  -10°C im Zelt werden uns fehlen, und die eingefrorenen Wasserleitungen ebenso!

                                HASTA LA VISTA, ESPANA!!!