Mit dabei: Roland Mayrhofer, Stefan Lottersberger

 

Der Möseler, der zweithöchste Berg des Zillertals, war dieses Oktoberwochenende unser gemeinsames Ziel. Schnee, Fels und Eis gab es für uns auf diesem 10 Stunden „Hatscher“ mit einem Höhenunterschied von 1700m zu bewältigen.

Um halb acht ging es vom Schlegeispeicher mit den Rädern Richtung Furtschaglhaus. Ab der Hütte war Schneestapfen angesagt. Mühselig kämpften wir uns weiter wobei uns der Schnee teilweise bis zur Hüfte reichte.

Der Schlegeisspeicher, dahinter rechts der Hohe Riffler und links der Olperer

 

Der Möseler - gut erkennbar die Gletscherspalten und der steile Anstieg auf den Gipfel

 

Die Aufstiegsrinne ist schon gut erkennbar

Die nächste Hürde auf unserer Tour war die Überschreitung des Gletscher, der total beeindruckend und wunderschön wie ein Eislabyrinth auf unserem Weiterweg lag. Verdammt spaltig ist dieser Gletscher und höchste Konzentration war angesagt, besonders weil wir zwei Spalten mit einem Sprung Richtung festen Grund überqueren mussten.

Ein Teil unseres Weges durch das "Gletscherlabyrinth"

Ursprünglich wollten wir den Möseler über die Himmelsleiter eine 55 Grad steile Eiswand besteigen. Wegen der schlechten Bedingungen in der Wand, entschieden wir uns für den  Normalweg, wobei wir eine Variante über eine ca. 40 Grad steile Eisrinne kletterten.

Roli in der Rinne

 

Auf der Schulter angekommen war es echt saukalt und der Himmel war leider bedeckt. Endlos zieht es über die letzten Schneefelder Richtung Gipfel. Doch einmal angekommen sind alle Strapazen vergessen und man genießt einfach nur den Gipfelsieg.

 

Saukalt, aber voll Happy - Lotti am Gipfel 

Der Berg hat uns wirklich die „kalte Schulter“ auf unserer Winterbegehung gezeigt und nach 10 mühseligen Stunden waren wir beide müde, aber zufrieden wieder am Parkplatz angekommen.