Kurzerhand entschieden wir (Roland Mayrhofer und ich) uns am 14.08.2007 zu meiner ersten, wirklichen Hochtour in die Zillertaler Alpen aufzubrechen. Die Fußstein Nordkante stand am nächsten Tag auf dem Programm. Hochmotiviert starteten wir in Richtung Geraer Hütte vom Valsertal aus - und das bei einer wunderschönen und beeindruckenden Abendstimmung.

 

Am Ende des Tales thront der Schrammacher.

 

Blick aus dem Valsertal an diesem Abend.

6.30 Uhr Abmarsch - hieß es dann am nächsten Tag. Los ging’s in Richtung Gletscher. Unser Ziel, die Fußstein Nordkante, zeigte sich recht bald.

Auf diesem Bild kann man die Route gut erkennen. Zuerst quert man den (zu dieser Zeit) spaltenreichen Gletscher bis man sich am Einstieg zur Kante befindet. Dort kann die Randspalte allerdings manchmal Probleme machen.

Hier sieht man die ersten Seilschaften bei der Überquerung des Gletschers. Einige befinden sich schon bei der Randspalte. Der Hüttenwirt hatte uns am Abend zuvor noch eine Eisschraube mitgegeben - für alle Fälle. 

 Und so durfte ich meine ersten Meter im Eis klettern.

 

Endlich gelangten wir dann auf Fels. 450 Meter, teilweise schöne Plattenkletterei, standen vor uns. An diesem Tag waren mehrere Seilschaften in der Kante und wir mussten daher immer wieder Stehzeiten in Kauf nehmen. Blick auf die Seilschaft vor uns.

Die Kletterei ist nicht unbedingt schwer, Schlüsselstelle 5-. Dennoch ist Ausdauer gefragt.

 

Ein kurzer Quergang…

Blick nach oben - zu Roli und der Seilschaft vor uns. 

Von der Kante hat man ständig freie Sicht auf den Olperer.

Nach 13 Seillängen ist der Gipfel des Fußstein (3380m) dann erreicht.

Der Abstieg durch eine Scharte zwischen Schrammacher und Fußstein fordert nochmal Konzentration und Kondition. In dieser Scharte liegt viel loses Geröll - Achtung Steinschlag!

 

Am Ende zeigt sich unser Ziel noch mal von seiner schönsten Seite.

Um 21.30 Uhr gelangten wir endlich zum Auto. Nach dem Abstieg von rund 2000 Höhenmetern musste ich dann schließlich zugeben, dass ich "ein bisschen" müde war.

Alles in allem war es eine wunderschöne, lohnende Tour mit tollen Eindrücken und für mich eine Herausforderung.